Trainingshürden


Trainingshürden sind Sportgeräte für den Hürdenlauf oder den Hürdensprint, ebenso eignen sie sich für das Koordinationstraining und werden beim Agility-Hundesport eingesetzt. Da Sprung – und Sprintfähigkeit sowie koordinative Fähigkeiten in fast allen Sportarten eine ganz wesentliche Bedeutung haben, können Trainingshürden auch für fast alle Sportarten als Trainingsgeräte verwendet werden:

 

Fußball, Handball, Volleyball, sowie die meisten Ballsportarten, Tennis, Squash, Hockey usw. usw.


Trainingshürden gibt es in verschiedenen Formen mit jeweils unterschiedlichen Sprunghöhen: Minihürden sind etwa 5-6 cm hoch, Kegelhürden sind 3-stufig einstellbar und bilden für das Training bis zu 30 cm hohe Hürden, die Sprungstangen schließlich sind Hürden von bis zu 1 m Höhe.

 

Trainingshürden sind meist Geräte, die sich aus mehreren Teilen zusammen bauen lassen.

 

Trainingshürden im Training mit Kindern und Jugendlichen


Ganz besonders gut lassen sich Trainingshürden auch im Sportunterricht und im Sportverein im Training mit Kindern und Jugendlichen einsetzen, ganz besonders für ein erstes Koordinationstraining und die Einführung des Hürdenlaufes als leichtathletische Disziplin.


Durch die Verschiedenartigkeit der Hürden und deren unterschiedliche Höhen kann auf die verschiedenen Bedürfnisse von Schülern bzw. auch auf verschiedene Leistungsniveaus ganz besonders gut eingegangen werden.


Der Hürdenlauf ist anspruchsvoller als ein einfacher Sprint, da durch die Hürdenabstände Schrittzahl, Schrittlänge und Schrittrhythmus begrenzt sind, der Sportler sich sozusagen in einer Art „Korsett“ befindet.


Kraft und Dehnfähigkeit der Hüftmuskulatur sind Voraussetzung für den Hürdenlauf, da hinter der Hürde schnell auf den Boden aufgekommen werden muss. Diese Beweglichkeit kann durch ein gutes Koordinationstraining geschaffen werden, das dem Hürdenlauf-Training voraus geht.


Erlernen des Hürdenlaufes mit Trainingshürden in vier Teilschritten


Der Hürdenlauf selbst wird dann am besten in vier Teilschritten unterrichtet:


Der erste Schritt ist die Rhythmusschulung


Der Rhythmus ist ein wichtiger Teil des Hürdenlaufens: je gleichmäßiger der Schritttrhythmus, desto leichter können die Hürden genommen werden.

Ein Beispiel für die Rhythmusschulung:

In der Halle werden unterschiedliche Hindernisse verteilt – z. B. einige Minihürden, einige Kegelhürden, einige Sprungstangen und zusätzlich einige andere Gegenstände, z. B. Bänke. Dazu wird in verschiedenen Rhythmen Musik gespielt, in der die Hindernisse übersprungen werden sollen.


Der zweite Schritt ist die Technikschulung des Hürdenschrittes


Bei der Technikschulung geht es zunächst um die Schulung des Schwungbeins, welches die Hürde als erstes überspringt, dann des Nachziehbeins und in einem dritten Schritt um die Verbindung der beiden. Je nach Läufer handelt es sich beim Schwung- und Nachziehbein um das linke bzw. das rechte Bein. Die Techniken werden jeweils zunächst im Stand erlernt und nach und nach auf schnellere Bewegungsformen übertragen.


Einige Stichworte zur Sprungtechnik:



Der dritte Schritt ist die Anlaufschulung bzw. der Hürdenstart


Mit dem Hürdenstart beginnt die ganze Sequenz des Hürdenlaufes und ist damit als Anfangsbewegung ganz entscheidend und wird extra trainiert. Der Start wird zunächst aus dem „Hochstart“ trainiert und später übertragen auf den Tiefstart.


Der vierte und letzte Schritt


ist die „Gesamtkoordination Hürdenlauf“.

Dabei werden alle zuvor erlernten Schritte miteinander verbunden und der Hindernislauf als gesamter, zusammenhängender Ablauf trainiert!


Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg mit den Trainingshürden!